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Tauchfahrt in Corona Zeiten oder Der ganz normale Wahnsinn

07.09.2021

Anfang August brach eine kleine, aber entschlossene, USCO Gruppe zum Tauchurlaub gen Hemmor auf.

Nahe Cuxhaven gelegen, genießt der Kreidesee einen geradezu legendären Ruf. Weniger schön waren dabei die vor zirka 15 Jahren kursierenden Berichte über mehrere Tauchunfälle am berüchtigten „Rüttler“. Doch das ist lange Vergangenheit. Dank des Engagements des Betreibers wurden Gefahrenstellen entschärft (u. a. durch das Zuschweißen der Innenräume des Rüttlers) und strenge Regeln bezüglich des Standards beim Kaltwassertauchen erlassen. Diese Regeln entsprechen übrigens weitgehend denen des VDST. Somit bietet sich dem erwartungsfrohen Taucher nun schon seit vielen Jahren einfach nur ein tolles Gewässer, das mit etlichen Attraktionen versehen, zum Tauchen im klaren Wasser einlädt. Boote, einen „Hai“, mehre Autos, Plattformen, Flugzeuge (eines auf 12 Meter aufgehängt, das Zweite auf zirka 48 Meter „abgestürzt“ und damit fast ausschließlich den Tecis vorbehalten) und vieles mehr. Daneben gab es natürlich auch noch eine tolle Unterwasserlandschaft mit allerlei UW Getier und einem Haubentaucher (der als agiler Mittaucher, im Jagdmodus durch das Gewässer zischte) zu sehen. Ein unglaublich starkes Bild, das, geschwindigkeitsbedingt, leider nicht mit der Kamera zu erfassen war.
Unsere Gruppe bestand nur aus zehn Mitgliedern, da Corona bedingt die Belegung der am See angemieteten Häuser nur sehr reduziert möglich war. Zwei von den Zehnen waren Kinder und hatten mit Tauchen (noch) nichts am Hut. Dafür waren die restlichen Akteure gut dabei. Täglich zweimal ins Wasser, eine selbstverständliche Pflicht, obwohl wir natürlich auch noch ein wenig Urlaub zelebriert haben. Lange Schlafen, Chillen, Lesen, Bocciameisterschaften (hier taten sich im Übrigen gerade die Kinder als echte Könner hervor), Small Talk und zwei (wirklich) „fette“ Grillabende, sorgten für Vergnügen außerhalb des kühlen Hemmor Wassers. Apropos „He- moorwasser“: Im Gedenken an Frank, dem Obersten Verführer des Kräutertrunks, reduzierten wir behutsam, aber entschlossen, den Inhalt der letzten im Clubumfeld noch kursierenden Flasche. Verteilt auf mehrere Abende war das Ganze eine leichte Übung und beeinträchtigte so die Tauchfähigkeit der Gedenkgruppe in keiner Weise.
Zurück zum Tauchen. Wir waren üblicherweise in Zweiergruppen zugange und als Trocken- aber auch als Nasstaucher unterwegs. Arme Nasstaucher?! Weit gefehlt. Nassfetischist Stefan hat Karlheinz locker zur Kapitulation gezwungen. Der schlotternde Umwelt- und Gerätemann hatte keine Chance gegenüber dem „etwas üppiger gebauten“ UW Rugby Crack. Organisatorin Carmen war immer „emsig“ unterwegs, Thomas dafür turboschnell im Wasser. Die Brandts verschlissen mühelos ganze Unterarme beim Anziehen von Trockentauchhandschuhen und die Bachmanns waren mitunter stundenlang (ganz ohne Kinder) unterwegs. Ihrer Aussage nach, „ausschließlich zum Tauchen“... Kurzum, der ganz normale Wahnsinn einer USCO Tauchfahrt… auch wenn es dieses Mal nur eine „ganz kleine“ sein durfte.
ACHTUNG: Alle diese Infos und Schilderungen sind nur mit Vorsicht zu genießen. Die Corona bedingten Abstandsregeln habe es kaum zugelassen, näher an die Protagonisten heranzukommen und bei mindestens 2 Meter Entfernung leidet eben naturgemäß die Schärfe des gezeichneten Bildes…
Ronald Brandt

Die Teilnehmer (von links): Stefan Fass, Ulrich Bachmann, Ronald Brandt, Ingrid Brandt, Carmen Krickser, Emilia Bachmann, Julia Bachmann, Karin Bachmann, Karlheinz Schuller, Thomas Wenisch

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